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API-Referenz verwenden

Die Artikel im Bereich Integration und API erklären Integrationskonzepte, typische Workflows und Best Practices auf fachlicher Ebene.

Die API-Referenz ist dagegen die technische Grundlage für die konkrete Implementierung. Sie beschreibt, welche Endpunkte verfügbar sind, welche Parameter erwartet werden, wie Request und Response aufgebaut sind und welche Fehlerfälle auftreten können.

Dieser Artikel erklärt, wie Sie die API-Referenz lesen und effizient für Ihre Integration nutzen.

Die API-Referenz ist die technische Dokumentation der tebio API.

Sie beschreibt die verfügbaren REST-Endpunkte der Plattform und zeigt, wie externe Systeme mit tebio kommunizieren können.

In der API-Referenz finden Sie unter anderem:

  • verfügbare Ressourcen und Endpunkte
  • unterstützte HTTP-Methoden wie GET, POST, PUT, PATCH oder DELETE
  • erforderliche Path- und Query-Parameter
  • Request Bodies für schreibende Operationen
  • Response Bodies für erfolgreiche Antworten
  • Pflichtfelder und Datentypen
  • Validierungsregeln
  • mögliche HTTP-Statuscodes
  • Fehlerantworten und Fehlercodes
  • verfügbare Filter, Paginierung und Expand-Parameter

Die API-Referenz ist damit maßgeblich, wenn Sie konkrete API-Aufrufe implementieren.

API-Referenz und Integrationsartikel unterscheiden

Abschnitt betitelt „API-Referenz und Integrationsartikel unterscheiden“

Die Integrationsartikel erklären das Warum und Wie auf fachlicher Ebene.

Beispiele:

  • Wann nutze ich Portal, API oder Hosted Pages?
  • Wie sieht ein typischer API-Workflow aus?
  • Wie funktionieren Webhooks?
  • Wie gehe ich mit Fehlern um?
  • Wie hängen Portal-Objekte und API-Ressourcen zusammen?

Die API-Referenz beantwortet dagegen technische Fragen wie:

  • Welcher Endpunkt wird aufgerufen?
  • Welche Methode wird verwendet?
  • Welche Parameter sind erlaubt?
  • Welche Felder sind Pflichtfelder?
  • Wie sieht der Request Body aus?
  • Wie sieht die Response aus?
  • Welche Statuscodes können zurückgegeben werden?
  • Welche Fehlerantworten sind möglich?

Nutzen Sie daher beide Dokumentationsarten zusammen: Die Integrationsartikel für Architektur und Vorgehensweise, die API-Referenz für die konkrete technische Umsetzung.

Die API-Referenz ist ressourcenorientiert aufgebaut.

Typische Ressourcen sind zum Beispiel:

  • Customer
  • Contact
  • Address
  • Product
  • Option
  • Order
  • Subscription
  • Invoice
  • Payment
  • Document
  • Event History
  • Webhook
  • Campaign, sofern das Modul verfügbar ist

Für jede Ressource sind die verfügbaren Endpunkte gruppiert.

Ein typischer Eintrag in der API-Referenz besteht aus mehreren Bereichen.

Jeder API-Eintrag zeigt, welche HTTP-Methode und welcher Pfad verwendet werden.

Beispiele für typische Muster:

GET /.../{uuid}
POST /...
PATCH /.../{uuid}

Die HTTP-Methode beschreibt die technische Aktion:

MethodeTypische Bedeutung
GETDaten abrufen
POSTneue Ressource erstellen oder Prozess auslösen
PUTRessource vollständig ersetzen, sofern vom Endpunkt unterstützt
PATCHRessource teilweise aktualisieren, sofern vom Endpunkt unterstützt
DELETERessource löschen oder entfernen, sofern fachlich unterstützt

Wichtig: Nicht jede Ressource unterstützt jede Methode. Die verfügbaren Methoden sind in der API-Referenz pro Endpunkt dokumentiert.

Path-Parameter sind Bestandteil der URL.

Sie werden häufig verwendet, um eine konkrete Ressource zu identifizieren.

Beispielhaftes Muster:

GET /.../{uuid}

In diesem Beispiel ist {uuid} ein Path-Parameter.

Path-Parameter sind in der Regel verpflichtend, weil der Endpunkt sonst nicht weiß, auf welche Ressource sich der Request bezieht.

Query-Parameter stehen am Ende einer URL und beeinflussen, wie Daten gefiltert, sortiert oder erweitert werden.

Typische Anwendungsfälle:

  • Suche
  • Filter
  • Paginierung
  • Sortierung
  • Expand-Parameter

Beispielhaftes Muster:

GET /...?limit=50&offset=0

oder:

GET /.../{uuid}?expand=...

Die API-Referenz beschreibt, welche Query-Parameter ein Endpunkt unterstützt und welche Werte erlaubt sind.

Bei schreibenden Operationen wie POST, PUT oder PATCH wird häufig ein Request Body verwendet.

Der Request Body enthält die Daten, die Ihr System an tebio übermittelt.

Beispiele:

  • Kundendaten bei der Erstellung eines Customers
  • ausgewähltes Produkt und Optionen bei einer Bestellung
  • neue Eigenschaften bei einer Aktualisierung
  • Konfigurationsdaten bei einer technischen Ressource

Die API-Referenz zeigt das erwartete JSON-Schema.

Achten Sie besonders auf:

  • Pflichtfelder
  • optionale Felder
  • erlaubte Datentypen
  • erlaubte ENUM-Werte
  • verschachtelte Objekte
  • Listen
  • Datums- und Zeitformate
  • maximale Feldlängen
  • Validierungsregeln

Wenn Pflichtfelder fehlen oder Werte nicht zur fachlichen Konfiguration passen, kann die API den Request mit einem Fehler ablehnen.

Typische Statuscodes in diesem Zusammenhang sind:

  • 400 Bad Request
  • 422 Unprocessable Entity

Der Response Body beschreibt, welche Daten tebio zurückgibt.

Bei erfolgreichen Requests enthält die Response häufig:

  • technische ID der Ressource
  • Status der Ressource
  • fachliche Daten
  • Zeitstempel
  • Referenzen auf verbundene Ressourcen
  • Ergebnis eines ausgelösten Prozesses

Beispiele:

  • ein neu erstellter Customer
  • eine ausgelöste Bestellung
  • Details einer Subscription
  • Rechnungsdaten
  • Zahlungsstatus
  • Webhook-Konfiguration

Prüfen Sie in der API-Referenz immer, welche Felder garantiert enthalten sind und welche nur unter bestimmten Bedingungen oder mit bestimmten Expand-Parametern zurückgegeben werden.

Die API-Referenz dokumentiert, welche Statuscodes ein Endpunkt zurückgeben kann.

Typische Statuscode-Gruppen sind:

BereichBedeutung
2xxRequest erfolgreich oder angenommen
4xxFehler im Request, in der Berechtigung oder im fachlichen Zustand
5xxtechnischer Fehler oder temporäres Problem

Neben dem HTTP-Statuscode kann die API eine strukturierte Fehlerantwort zurückgeben.

Diese Fehlerantwort hilft Ihrem System, Fehler programmgesteuert auszuwerten.

Achten Sie dabei auf:

  • maschinenlesbare Fehlercodes
  • lesbare Fehlermeldungen
  • betroffene Felder
  • Validierungsdetails
  • Hinweise auf Berechtigungen oder Statuskonflikte

Weitere Hinweise finden Sie im Artikel Fehlerbehandlung.

Einige Endpunkte unterstützen das Laden zusätzlicher verbundener Daten über einen Expand-Parameter.

Beispielhaftes Muster:

GET /.../{uuid}?expand=...

Mit Expand können Detailantworten um zusätzliche Informationen erweitert werden, sofern der jeweilige Endpunkt dies unterstützt.

Typische Einsatzbereiche:

  • verbundene Detailinformationen mitladen
  • Ausführungsdaten ergänzen
  • Dokument- oder Statusinformationen gemeinsam abrufen
  • eine Portal-ähnliche Detailansicht effizienter aufbauen

Wichtig: Verwenden Sie Expand gezielt. Expand kann Antwortobjekte größer machen und sollte nur für Daten genutzt werden, die Ihr System tatsächlich benötigt.

Die verfügbaren Expand-Werte sind pro Endpunkt in der API-Referenz dokumentiert.

Viele Ressourcen stellen Search-Endpunkte oder Listenendpunkte bereit.

Diese Endpunkte sind für folgende Anwendungsfälle relevant:

  • Listenansichten
  • Synchronisation
  • Filterung
  • Reporting
  • regelmäßige Datenabgleiche

Typische Query-Parameter können sein:

  • Suchbegriffe
  • Statusfilter
  • Datumsfilter
  • Tenant- oder Client-Filter
  • Produkt- oder Optionsfilter
  • Paginierungsparameter
  • Sortierung

Bei Listenabfragen sollten Sie immer Paginierung berücksichtigen.

Best Practices:

  • nicht davon ausgehen, dass alle Ergebnisse in einer Response enthalten sind
  • Paginierung vollständig auswerten
  • große Synchronisationen in Batches verarbeiten
  • Rate Limits beachten
  • Zwischenergebnisse speichern
  • Wiederaufnahme nach Fehlern ermöglichen

Für API-Aufrufe benötigen Sie einen API-Schlüssel.

API-Schlüssel werden im tebio Business-Portal erstellt und verwaltet.

Wenn die API-Referenz interaktives Testen unterstützt, müssen Sie den API-Schlüssel in der Oberfläche hinterlegen, bevor Requests ausgeführt werden können.

Wichtig:

  • Verwenden Sie für Tests nur API-Schlüssel aus der Playground-Umgebung.
  • Verwenden Sie keine Live-API-Schlüssel für Experimente.
  • Veröffentlichen Sie API-Schlüssel niemals im Frontend-Code.
  • Verwenden Sie unterschiedliche API-Schlüssel für unterschiedliche Systeme.
  • Vergeben Sie nur die Berechtigungen, die für den jeweiligen Integrationsfall erforderlich sind.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel API-Schlüssel erstellen.

Je nach bereitgestellter API-Referenz können API-Aufrufe direkt aus dem Browser getestet werden.

Das ist hilfreich, um:

  • Request Bodies zu prüfen
  • Pflichtfelder zu verstehen
  • Beispielantworten zu sehen
  • Statuscodes nachzuvollziehen
  • Fehlerantworten zu testen
  • Integrationsfragen schneller zu klären

Verwenden Sie interaktives Testen nur mit Testdaten und Playground-Schlüsseln.

Wichtig: Auch ein Testaufruf aus der API-Referenz kann Daten in der verbundenen Umgebung erstellen, ändern oder Prozesse auslösen.

Wenn die API-Referenz als OpenAPI-Datei bereitgestellt wird, kann diese Datei auch in Entwicklungswerkzeugen verwendet werden.

Typische Einsatzmöglichkeiten:

  • Import in API-Clients
  • Generierung von Client-Code
  • Validierung von Requests
  • Erstellung typisierter Datenmodelle
  • Integration in CI/CD-Prozesse
  • Abgleich zwischen Implementierung und API-Spezifikation

Typische Werkzeuge sind zum Beispiel:

  • Postman
  • Insomnia
  • OpenAPI Generator
  • Swagger UI
  • Stoplight
  • eigene Code-Generatoren oder Validierungswerkzeuge

Die konkrete Nutzung hängt von Ihrer Entwicklungsumgebung und Programmiersprache ab.

API-Clients wie Postman oder Insomnia können helfen, Endpunkte manuell zu testen.

Typischer Ablauf:

  1. OpenAPI-Spezifikation importieren.
  2. Umgebung für Playground anlegen.
  3. API-Schlüssel als Variable hinterlegen.
  4. Beispielrequest auswählen.
  5. Request Body anpassen.
  6. Request senden.
  7. Response und Statuscode prüfen.
  8. Fehlerfälle gezielt testen.

API-Clients eignen sich besonders gut für Entwicklung, Fehlersuche und Abstimmung zwischen Fachbereich und Entwicklungsteam.

Mit Code-Generatoren können aus einer OpenAPI-Spezifikation typisierte API-Clients oder Datenmodelle erzeugt werden.

Das kann hilfreich sein, wenn Ihr Entwicklungsteam:

  • Typsicherheit benötigt
  • wiederkehrende API-Aufrufe standardisieren möchte
  • manuelles Schreiben von Modellen vermeiden möchte
  • Änderungen an der API schneller erkennen möchte
  • Request- und Response-Strukturen automatisiert validieren möchte

Prüfen Sie generierten Code immer fachlich und technisch, bevor er produktiv eingesetzt wird.

Nicht jeder generierte Client passt ohne Anpassungen zu Ihren Architektur-, Authentifizierungs- oder Fehlerbehandlungsstandards.

Für eine neue Integration empfiehlt sich folgender Ablauf:

  1. Integrationsfall fachlich klären.
  2. Passenden Konzeptartikel lesen.
  3. Relevante Ressourcen in der API-Referenz identifizieren.
  4. Authentifizierung und Berechtigungen prüfen.
  5. Request- und Response-Schema analysieren.
  6. Beispielaufruf im Playground testen.
  7. Fehlerfälle bewusst testen.
  8. Webhooks ergänzen, falls asynchrone Folgeprozesse relevant sind.
  9. Idempotenz und Retry-Strategie implementieren.
  10. Monitoring und Logging einplanen.
  11. Integration erst danach in Live übernehmen.

Wenn ein externes System eine Bestellung über die API auslösen soll, sollten Sie in der API-Referenz mindestens die beteiligten Ressourcen prüfen.

Typische Fragen:

  • Wie wird der Kunde identifiziert?
  • Muss ein Customer vorher erstellt werden?
  • Welche Produkt- oder Options-ID wird benötigt?
  • Welche Zahlungsmethoden sind erlaubt?
  • Welche Pflichtfelder hat der Order-Request?
  • Welche Response wird nach erfolgreicher Bestellung zurückgegeben?
  • Gibt es asynchrone Folgeprozesse?
  • Welche Webhook-Ereignisse sind relevant?
  • Welche Fehlercodes können auftreten?

So vermeiden Sie, dass die Implementierung nur den ersten API-Aufruf berücksichtigt, aber spätere Statusänderungen, Zahlungen oder Dokumente nicht verarbeitet.

Beispiel-Payloads sind hilfreich, ersetzen aber nicht die Prüfung des vollständigen Schemas.

Achten Sie immer auf Pflichtfelder, ENUM-Werte, Validierungsregeln und fachliche Abhängigkeiten.

Interaktive Tests und Entwicklung sollten in der Playground-Umgebung stattfinden.

Live-Schlüssel können echte Kunden, Bestellungen, Zahlungen oder Dokumente betreffen.

Nicht jedes Feld ist in jeder Response enthalten. Manche Daten hängen von Konfiguration, Status, Berechtigungen oder Expand-Parametern ab.

Statuscodes und Fehlerantworten sollten programmatisch verarbeitet werden. Andernfalls entstehen instabile Integrationen.

Ein erfolgreicher API-Aufruf bedeutet nicht immer, dass alle Folgeprozesse abgeschlossen sind.

Nutzen Sie Webhooks und Statusabfragen, wenn Ihr System auf spätere Ergebnisse reagieren muss.

API-Referenz und Portal-Konfiguration getrennt betrachten

Abschnitt betitelt „API-Referenz und Portal-Konfiguration getrennt betrachten“

Viele API-Aufrufe hängen von Portal-Konfigurationen ab, zum Beispiel Produkte, Preise, Steuern, Zahlungsmethoden, Rechnungseinstellungen oder Webhooks.

Prüfen Sie daher immer, ob die fachliche Konfiguration zur geplanten API-Nutzung passt.

Die API-Referenz ist die maßgebliche technische Dokumentation für Endpunkte, Parameter, Request Bodies, Response Bodies, Statuscodes, Fehlerantworten und verfügabe Expand-Optionen.

Dieser Artikel erklärt, wie Sie die API-Referenz effizient lesen und für Ihre Implementierung nutzen.